Big Band Night 2024

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Ein Bericht von Klaus Schade.

Rock, Pop, Blues, Jazz in allen Varianten bot die BigBand-Night am Städtischen Gymnasium am 18. November 2024. Obwohl die gelungene Konstellation dieses rauschenden Musikerlebnisses auf Markus Hummel, Musiklehrer und Leiter der 40-köpfigen Schüler-Bigband, zurückgeht und er seine BigBand bestens für diesen Abend vorbereitet hat, zeigte er sich nach dem zweistündigen musikalischen Erlebnis „einfach überwältigt“. Nach dem begeisterten Applaus der Besucher – auch immer wieder jazzlike gerade nach den Soli zwischendurch – zu urteilen, sprach Hummel den Zuhörerinnen und Zuhörern mit seinem persönlichen Gefühlsregung unüberhörbar aus der Seele. 

Es war in der Tat ein gelungener „Coup“, dass Hummel neben „seiner“ jungen BigBand mit dem The Desert Jazz Orchestra eine hochkarätige Jazzband, bestehend aus 17 erwachsenen Musikern aus dem ganzen badischen Raum, sowohl in die Vorbereitung der Schulbigband wie in das Programm dieses Abends einbezog. Für die jugendlichen Mitspielerinnen und –spieler der Schulbigband war der Auftritt des geradezu professionell agierenden „Wüsten“-Jazz-Orchesters nach ihren eigenen Glanzleistungen gleichsam ein Ansporn für ihre eigenen musikalischen Ziele und Möglichkeiten.

Was die junge Bigband, die ohne die schulische Bläserklasse kaum denkbar wäre, in ihrem knapp einstündigen Programm bot, war einfach begeisternd. Jazz, Rock, Pop, Blues, Latin Pop, Punk in den vielen bekannten, teilweise weniger bekannten Stücken renommierter Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts – die Schulbigband und ihr musikalischer Leiter Markus Hummel scheuten keine Herausforderung. Da kamen Blasinstrumente aller Art beim Zusammenspiel wie bei den zahlreichen Soli während des Stücks ebenso beeindruckend zur Geltung wie Schlagzeug und andere Rhythmus-Instrumente, wie Piano oder Streicher. 

Das Publikum swingte und schnipste mit, applaudierte immer wieder zwischendurch, gab Begeisterungslaute von sich, ob bei „Mercy, Mercy“ von Joe Zawinul, „Take on Me“, bei Adeles „Rolling in the Deep“, der neu-arrangierten Sting-Komposition „Every little Thing she does is Magig“ oder dem Latin Pop „Havana“, in dem Camila Cabello ihre kubanische Heimatstadt besingt – um nur ein paar Stücke beispielhaft zu nennen. 

Herzerfrischend auch die Ansagen der jungen Bandmitglieder, die neben interessanten Informationen über Komponisten, Hintergründe der Kompositionen und eingestreuten Soli immer wieder auch humorvolle eigene Gedanken einbrachten. Beispielhaft sei die junge Juli genannt. „Mas Que Nada“ soll da angesagt werden? „Was soll’s“ heißt das doch auf Deutsch. Was soll’s, mach ich’s halt. Das Publikum lacht ob solcher Wortspiele.

Überhaupt ist das Flair des Schulfoyers ein ganz besonderes – eine Mischung aus Faszination, Leichtigkeit, Respekt vor der musikalischen Leistung, Staunen, Applaus. Einen wesentlichen Beitrag zu diesem Flair leistet auch die Deko im Rücken der Bands. Kunsterzieherin Petra Machleid hat mit Schülerinnnen und Schülern alle erdenklichen (Blas)Instrumente in einer faszinierenden Mischung aus Abstraktion, künstlersicher Stilisierung und erkennbarer Realität auf großen Transparenten dargestellt.

Vielen ist es am Ende ein Bedürfnis zu danken. Schulleiterin Jautelat, Stellvertreter Weidner bei allen Aktiven in den beiden Bands, bei allen, die die Besucher in der Pause nach Programmende bewirtet haben, bei allen, die das Vorhaben auch finanziell unterstützt haben: die Ettenheimer Schulgemeinde als Förderverein des Städtischen Gymi, und besonders auch bei Sponsor Bernd Neugart. Markus Hummel blickt zurück auf das Probenwochenende sowie den Workshop, bei dem die „Profis“ vom Desert-Orchestra Mitgliedern der Schüler-Bigband wertvolle Tipps gegeben haben.

Ein letztes großes Finale. Beide Bands mischen sich auf den Orchesterstufen und begeistern ein letztes Mal unter der Leitung von Markus Hummel mit Stevie Wonders „Superstition“ – und spontanen Soli das Publikum.