Geographie-Wettbewerb: Anton Hoch beim IGeo-Bundesfinale im Schuljahr 2025/26
Unser Schüler Anton Hoch aus der Jahrgangsstufe 11 hatte im Herbst letzten Jahres den Landeswettbewerb im neu etablierten Geografie-Wettbewerb für die Oberstufe in englischer Sprache namens IGeo gewonnen und anschließend unsere Schule beim Bundesfinale in Erfurt vertreten. Auch wenn es nicht ganz für die Qualifikation zur Teilnahme an der Endausscheidung in Istanbul im August 2026 gereicht hat, ist es dennoch eine Spitzenleistung, die zeigt, über welch großartiges Geografiewissen Anton verfügt. Wir gratulieren Anton sehr herzlich zu diesem außergewöhnlichen Abschneiden!
Ende September nahm ich bei uns an der Schule an der internationalen Geografie-Olympiade IGeo für die Klassen 10-13 auf Schul-/ Landesebene teil, woraufhin ich die Nachricht bekam, dass ich auf Baden-Württemberg-Landesebene den Wettbewerb gewonnen habe. Deshalb wurde ich zum Bundesfinale eingeladen, wo alle 16 Landessieger:innen sowie der Bundessieger des Diercke Wissen Wettbewerbs für die Klassen 7-10 in der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt aufeinandertrafen, um das vierköpfige Team Germany für die internationale Geografie-Olympiade, bei der etwa 50 Staaten der ganzen Erde teilnehmen, zu ermitteln. Diese findet im August 2026 in Istanbul, Türkei, statt und wird auf Englisch ausgetragen, weshalb auch alle Aufgaben des Landeswettbewerbs sowie des deutschen Bundesfinales auf Englisch gestellt, zu bearbeiten und zu beantworten waren.
Nachdem die anderen Teilnehmer:innen und ich beim Bundesfinale in Erfurt angekommen waren und einige Geografiekennenlernspiele gespielt haben, bei denen sich herausstellte, dass ich die weiteste Anfahrt hatte, begannen wir mit einem „Multiple Choice“ Test, der von der Form dem Diercke Wissen Test, der am Gymnasium Ettenheim ja jedes Jahr ausgerichtet wird, ähnelte und so neben physischer Geografie auch Elemente der Wirtschafts-, Humangeografie und anderen Geographieteilgebieten beinhaltete.
Nach einer kurzen Pause machten wir mit dem „Written Response Test“ weiter, dessen Schwerpunktthema die indische Metropolregion Mumbai darstellte. Für die aufsatzartige Beantwortung der Aufgaben zu Klimatologie und einigem Sozialgeografischem bekamen wir Textquellen und den „Diercke International Atlas“, den wir neben anderem geschenkt bekamen. Dieser Test war auch im Angesicht dessen, dass wir alle ja an diesem Tag schon viel Aufregendes erlebt hatten, recht anspruchsvoll.
Nach dem Abendessen bekamen wir eine kurze Stadtführung durch Erfurt, woraufhin wir in der Erfurter Jugendherberge übernachteten.
Am nächsten Tag stand der letzte Test an: Die Kartierung. Dabei haben wir eine Karte einer der Jugendherberge naheliegenden Straße bekommen, wobei es die Aufgabe war, die Nutzungsarten der Gebäude in einem Straßenabschnitt sowie Verkehrsinfrastruktur und -situation zu notieren. Auf Basis der eigenen Notizen erstellten wir dann später im Bildungshaus St. Ursula, wo auch die anderen Tests absolviert worden waren, eine Karte mit Informationen über die verschiedenen Nutzungsformen der Straße. Außerdem sollten wir schriftlich Probleme der Verkehrssituation und deren Lösungsvorschläge aufzeigen. Dies hat sowohl künstlerische Kreativität als auch die Fähigkeit, den Überblick zu bewahren, gefordert und war sehr spannend. Mir persönlich hat die Kartierung viel Spaß gemacht.
Am Mittag wurde es dann richtig spannend. Zuerst haben die Teilnehmer:innen ihre Urkunden bekommen, die sie für den jeweiligen Landessieg ihres Bundeslandes gewonnen hatten, woraufhin die ersten vier Plätze des Bundesfinales, also die deutschen Olympioniken, verkündet wurden. „Team Germany“ bei der Geografie-Olympiade 2026 bilden der sächsische, die hessische, der saarländische und die schleswig-holsteinische Kandidat:in.
Nach der Siegerehrung löste sich die Veranstaltung schnell auf. Da ich noch mehrere Stunden Zeit bis zur Zugabfahrt hatte, erkundete ich gemeinsam mit den Kandidaten aus Bayern und Hamburg noch ein wenig genauer die außergewöhnlich schöne Altstadt Erfurts.
Ich war leider nicht unter den ersten vier Plätzen, doch die fast unglaubliche Erfahrung sowie das Kontaktknüpfen mit Geografieinteressierten aus der ganzen Republik überwog die Trauer darüber eindeutig. Meine während der gesamten Veranstaltung gesammelte Erfahrung bleibt bei mir also auf jeden Fall als positiv, äußerst bereichernd und gewinnbringend in Erinnerung.
Ich hoffe, dass wir am Gymnasium Ettenheim neben dem bereits etablierten Diercke Wissen Wettbewerb in Zukunft auch die Diercke IGeo noch stärker etablieren können.
Anton Hoch