Der Seminarkurs des Gymnasiums Ettenheim lud zum Junior Science Café KI am 18.07 von 11:25 bis 13 Uhr zu sich ein. Die Podiumsdiskussion behandelte das Thema „KI in der Bildung“. Schülerinnen und Schüler der neunten bis elften Klasse, sowie Gäste von außerhalb der Schule kamen zur Veranstaltung, insgesamt waren ca. 200-300 Personen präsent. Die Veranstaltung war öffentlich und der Eintritt frei.
Die Experten Angelina Sophie Dähms vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT Karlsruhe, Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Mair von der Universität Freiburg, Michael Brenner, Lehrer an der Richard-Fehrenbach-Gewerbeschule und Fachberater für Unterrichtsentwicklung am ZSL Freiburg, Dr. Patrick Bronner, Lehrer am Friedrich-Gymnasium Freiburg und ebenfalls Fachberater für Unterrichtsentwicklung am ZSL Freiburg sowie Herr Schlecht, Lehrer am städtischen Gymnasium in Ettenheim für Kunst und Geschichte wurden vom Gymnasium Ettenheim begrüßt. Die Moderation übernahmen drei Schüler des Seminarkurses: Anne Maurer, Anton Hoch und Lukas Bürkle. Die Organisation übernahm der Seminarkurs der K1 mit den Lehrern Herr Eisen und Frau Winkle vom Gymnasium Ettenheim.
Zu Beginn leiteten die Moderatoren in das Thema mit der Frage ein, wie KI verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Daraufhin wurde ein Video zu adaptivem Lernen gezeigt, welches als Überleitung und Beispiel diente.
Anschließend vermittelten die Experten ihre Stellung zum Thema „KI in der Bildung“, indem sie über die vom Seminarkurs erarbeiteten Fragen sprachen.
Angelina Sophie Dähms sieht KI als Werkzeug, jedoch sieht man die Grenze zwischen Unterstützung und Täuschung kaum.
Christian Mair sieht in KI viele Möglichkeiten. Man sollte sie aber wegen ihrer ökologischen, sozialen und inhaltlichen Auswirkungen kritisch reflektieren und gezielt einsetzen.
Michael Brenner sieht KI insgesamt überwiegend positiv. Sie bietet enorme Chancen für individuelles Lernen und die Entlastung von Lehrkräften. Gleichzeitig betont er, dass Menschen weiterhin selbstständig denken, lernen und kritisch mit KI umgehen müssen. KI soll den Menschen unterstützen und nicht ersetzen.
Patrick Bronner sieht die KI in unser Leben schon integriert, daher findet er, dass auch im Schulalltag KI integriert sein sollte. Jedoch ist eine Lehrer-Schüler-Beziehung für die Motivation wichtig und man muss darauf achten, dass der Einsatz von KI für alle fair ist.
Herr Schlecht sieht KI als ein sinnvolles Hilfsmittel, betont aber, dass KI weder kritisches Denken noch eigenständiges Lernen ersetzt.
Am Ende der Podiumsdiskussion blieb noch Zeit für Fragen aus dem Publikum. Dabei wurden Fragen diskutiert, was eine neutrale KI sei und wie man schriftliche Prüfungen sinnvoll gestalten und bewerten kann.
Insgesamt kamen die Experten zu dem Fazit, dass KI immer nur als Hilfe eingesetzt werden sollte ohne das eigene Denken zu ersetzen und dass es wichtig ist die Motivation am Lernen zu erhalten.
Der Seminarkurs bedankte sich mit Blumen herzlich bei den Expert*innen für die lebhafte, lehrreiche und sehr vielseitige Diskussion über KI in der Bildung. Wir schätzten den respektvollen Umgang unter den Expert*innen und den Einbezug des Publikums durch spontane Umfragen der Expert*innen über das eigene Lernverhalten mit KI, welche die Diskussion lebendig hielten.
