Konzertabend unter dem Motto Filmmusik

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Ein Bericht von Michael Haberer

Platz blieb bei der Veranstaltung des Städtischen Gymnasiums am Donnerstag in Ettenheim nur zum Stehen an der Eingangstür. Alle wollten insbesondere die Schüler erleben. Diese glänzten besonders durch Vielfalt. Stimmbildung, Bläser, Jazzer, Chöre und ganz viele Schüler als Solisten machten das dreistündige Programm aus und sorgten für riesigen Applaus. 

Die Abiturienten haben ganze Arbeit geleistet. Sie hatten in den Klassen nach Solisten gesucht und für den dritten musikalischen Abend in dieser Form geworben. Am Ende hätten sie auch zehn Auftritte mehr ins Programm nehmen können, sagte Musiklehrer Markus Hummel im Nachhinein. „Wir konnten die ganze Bandbreite der musikalischen Fähigkeiten unserer Schüler über alle Altersstufen hinweg präsentieren“, sagte Hummel. Er hatte selbst erlebt, was eine lebendige Schule bedeutet. Als der Lehrer bei der letzten Probe der Bläserklasse gefehlt hatte, hatten die jungen Musiker die Regie übernommen und ihm dann gesagt, wie sie den „Hard Rock Blues“ spielen wollten. 

Als die Klasse 9a deutschen Hip-Hop präsentierte oder die jungen Musiker der Jazz- und Pop-AG Big-Band-Sound und Soli darboten, spürten alle im Saal, wie viel Spaß den Akteuren ihre Auftritte machte. Solche fetzigen Einlagen machten das Ganze zu einem tollen Konzertabend. 

Wie unterschiedlich sich die „Bohemian Rhapsody“ von den jungen Bläsern oder aus den Kehlen des Schüler-Eltern-Lehrer-Chors anhören kann, begeisterte das Publikum anfangs und am Ende. Zwischendurch gab es sphärische Klänge von Lasse Matzik, der mit einer Handpan, einem Blechklanginstrument, zeigte, wie reduzierte Töne dem „Fluch der Karibik“ ein ganz besonderes Flair einhauchten. „Nothing Else Matters“ von Matti und Leo Welte am Klavier und mit der Gitarre hatte schon klassische Züge. Ihr Beitrag oder der des Siebtklässlers Felix Spitznagel mit der Trompete ließen erahnen, wie viel Zeit und Leidenschaft die Schüler auch außerhalb der Schule in ihre Musik stecken. 

Beeindruckend war auch, wie sich die Fünftklässlerin Anna Agostini als Sängerin der Herausforderung stellte. Lilly Ruhrmann aus der Klassenstufe sechs begleitete ihren Gesangsbeitrag am Klavier. Extra dafür, dass sich die Schüler so präsentieren können, sei der Abend gedacht, sagte Musiklehrer Markus Hummel. 

Kräftig hörte es sich an, als die Lehrer Bertram Hensle und Marco Hoffmann James Bond in den Saal brachten. Die Klänge der E-Gitarre für die Dynamik eines Thrillers oder der melodische Gesang des Schüler- Eltern-Lehrer-Chors aus der Film-Romantik sprachen ganz unterschiedliche Hörerwünsche und Erinnerungen an. 

Die Sängerin Clara Sattler hatte mit Bruder Gabriel und Mutter Anne Metayer am Klavier einen Teil ihrer Familie hinter sich, unterstützt von Gabriel Schönwald mit dem Cajón und Lehrer Markus Hummel am E-Bass. Die Sängerinnen Annika Kraus und Keana Strauß konnten auf Silke Hausmann, Leiterin des Schüler-Eltern- Lehrer-Chors am Klavier bauen. 

Die Mischung, die auch die Solisten Aurelia Gottwald, Elisa Oswald und Yara Henninger an ihren Instrumenten in das Konzert brachten, zeichnete die musikalische Präsentation des Städtischen Gymnasiums aus.