Ein Bericht von Lara Motz
Vom 23. bis 26. Juli 2026 verbrachten einige Schülerinnen und Schüler der Stufen 9 und 10
zusammen mit den Religionslehrkräften Frau Knapp, Frau Wehrstein und Herr Hensle vier
ereignisreiche Tage in der Communauté de Taizé (Burgund/Frankreich). Dort gibt es eine christliche Gemeinschaft von Brüdern, welche mit ihren Gottesdiensten und weiteren Angeboten jährlich hunderttausende Menschen jeglicher Konfession aus aller Welt anzieht – vor allem viele Jugendliche wie wir. Diese Internationalität, das gemeinschaftliche Miteinander und der Glaube sind das Besondere an Taizé und das, was die Menschen dort vereint.
Am Donnerstag kamen wir nach einer reibungslosen Busfahrt nachmittags in Taizé an. Dann machten wir uns zunächst daran, unsere Zelte aufzubauen und waren dankbar für die darauffolgende Stärkung mit Tee und etwas Süßem. Nach dem Abendessen besuchten wir bereits das erste Gebet – sie finden dreimal täglich statt: morgens, mittags und abends. Sie waren sehr schön gestaltet mit Liedern, Lesungen, einer Zeit der Stille und gemeinsamen Gebeten. Wir sangen kräftig bei den verschiedensprachigen Liedern mit, welche sehr eingängig waren und sich bald zu Ohrwürmern entwickelten. Zudem klangen sie durch ihre Mehrstimmigkeit sehr melodisch und hatten auch etwas Meditatives an sich. Auch die Lesungen wurden in mehreren Sprachen gehalten.
Die Brüder, die der Gemeinschaft angehören, kommen ebenfalls aus vielen verschiedenen Ländern. Ein Highlight unseres Besuchs war der Gottesdienst am Samstagabend, bei welchem jede/r eine Kerze bekam, die im Laufe des Gebets angezündet wurden und die ganze Kirche erhellten. Im Anschluss verteilten sich die Brüder in der Kirche und standen für Gespräche und Anliegen bereit. Neben den Gebeten gab es auch ein abwechslungsreiches Programm. Freitag und Samstag nahmen wir vormittags an Einführungen zu biblischen Texten mit Bruder Andreas teil. Hinterher konnte man seine Gedanken zum Text mit anderen in einer Kleingruppe teilen und diskutieren. Besonders Spaß machte uns die kreative Aufgabe, die Textstelle z. Bsp. durch ein Standbild darzustellen. Ein weiterer interessanter Programmpunkt war das Gespräch mit Bruder Francis und einem Freiwilligen, der für ein Jahr in Taizé mitgearbeitet hat. Sie beantworteten unsere Fragen sehr offen und bereitwillig. Außerdem gab es weitere Angebote, an denen man freiwillig teilnehmen konnte, wie beispielsweise das Üben der Gesänge mit dem Chor, einem Vortrag über KI mit ihren Chancen und Gefahren, oder eine Schnitzeljagd.
Unsere Freizeit verbrachten wir u.a. mit Volleyballspielen oder Ausruhen im Schatten, denn es herrschten hohe Temperaturen – nachts wurde es dann jedoch ziemlich frisch. Man hatte oft die Möglichkeit, mit anderen Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, zum Beispiel am Kiosk namens „Oyak“. Dort konnte man abends gemeinsam feiern, da immer Musik lief oder man auf Jugendliche traf, die allen ihre traditionellen Landestänze beibrachten. Unseren gemeinschaftlichen Dienst verrichteten wir am Sonntagmorgen: die einen halfen beim Geschirrspülen, die anderen trugen „Silence“-Schilder vor dem Gebet durch die Kirche.
Taizé war für uns ein echt schönes und besonderes Erlebnis, von welchem wir viele Erinnerungen und Andenken mitnehmen konnten – zum Beispiel zum von uns gestalteten Taizégottesdienst am letzten Schultag in der Alten Halle des Gymnasiums!
