Workshop für Erstwählerinnen und Erstwähler

Coaching Erstwähler

Landtagswahl und Schule: Coaching-Workshop im Ettenheimer Rathaus

Am Dienstag, 24. Februar 2026, nahmen rund 50 Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Ettenheim und der Landolin-Schule Ettenheim an einem Coaching-Workshop für Erstwählerinnen und Erstwähler im Bürgersaal des Rathaus Ettenheim teil. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Jugendbüro Ettenheim und der Gemeinde Ettenheim organisiert und fand von 8:00 Uhr bis 12:45 Uhr statt. Ziel des Workshops war es, die Jugendlichen auf ihre erste Teilnahme an einer Landtagswahl vorzubereiten und sie dazu zu befähigen, ihr neu erworbenes Wissen anschließend als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Workshops an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weiterzugeben.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Bruno Metz und Coach Udo Wenzl startete der Workshop mit einer Blitzlichtrunde, in der die Teilnehmenden ihre spontanen Gedanken zu Politik und Wahlen formulieren konnten. Daran schloss sich ein Gespräch über das eigene Engagement der Jugendlichen an. Viele berichteten von Erfahrungen in Vereinen, bei den Pfadfindern, in religiösen Gruppen oder in der SMV. Gemeinsam wurde reflektiert, welche Herausforderungen mit der Leitung einer Gruppe verbunden sind – etwa den Überblick zu behalten, Gespräche zu moderieren oder Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig wurde deutlich, welchen persönlichen Mehrwert Engagement bieten kann: Gemeinschaft erleben, anderen helfen, Spaß haben oder gemeinsam Ziele erreichen.

Von diesen Erfahrungen ausgehend diskutierten die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Politik für ihr eigenes Leben. Immer wieder wurde dabei reflektiert, wie sich Methoden und Inhalte so aufbereiten lassen, dass sie später in den Klassen weitergegeben werden können. Unterstützt durch Bilder und einen informativen Film wurden anschließend grundlegende Themen der Landespolitik sowie der Ablauf einer Wahl anschaulich erklärt.

Im zweiten Teil des Vormittags arbeiteten die Jugendlichen an verschiedenen Thementischen. Dort diskutierten sie unter anderem, wie junge Menschen stärker für Politik begeistert werden können, wie mit demokratiegefährdenden Entwicklungen umzugehen ist, welche Chancen und Risiken soziale Medien mit sich bringen oder wie die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen gestaltet wird. Auch Fragen zu ÖPNV und Infrastruktur fanden großen Raum.

In der anschließenden Diskussion mit Bürgermeister Bruno Metz berichteten die Schülerinnen und Schüler offen von ihren Erfahrungen mit politischer Information im Zeitalter sozialer Medien. Sie nannten insbesondere Fake News, die große Informationsmenge, kurze Aufmerksamkeitsspannen sowie die oft zugespitzte Darstellung politischer Inhalte als Herausforderungen. Metz appellierte an die Jugendlichen, Informationen kritisch zu prüfen, genau hinzuschauen und Dinge zu hinterfragen. Gleichzeitig lud er sie zu einem weiteren Austausch ein, um einzelne Themen künftig vertiefen zu können.

Zum Abschluss stellte der Jugendbeauftragte Philipp Gedemer aktuelle Angebote für Jugendliche in Ettenheim vor. Dazu gehört unter anderem das SMV-Forum, über das Schülerinnen und Schüler ihre Anliegen und Forderungen direkt in den Gemeinderat einbringen können. Außerdem lud er zur Mitgestaltung der Jugendkulturnacht am 29. Juli 2026 ein und verwies auf eine weitere Informationsveranstaltung im Jugendzentrum am 4. März, bei der offene Fragen rund um die Wahl besprochen werden können.

Ein besonderer Dank gilt Gastgeber Bürgermeister Bruno Metz sowie den Organisatoren Heike Schillinger und Coach Udo Wenzl, die den informativen und abwechslungsreichen Vormittag ermöglicht haben. Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie politische Bildung junge Menschen dazu befähigen kann, sich aktiv einzubringen und demokratische Prozesse bewusst mitzugestalten.